programm

Kongressthema: Homöopathie als Chance

Die Homöopathie eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Versorgung – in der Praxis wie in der Klinik, im Stall und sogar auf dem Feld.

Kongress bietet Antworten und Praxiswissen
Der Homöopathie-Kongress 2026, veranstaltet vom DZVhÄ in Kooperation mit WissHom, bietet Antworten auf drängende medizinische und gesundheitspolitische Fragen und vermittelt evidenzbasiertes Wissen, das sich direkt im Praxisalltag anwenden lässt.

Therapienotstände überbrücken
Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zeigen, wie sich Therapienotstände mithilfe der Homöopathie überbrücken lassen.

Wenn Leitlinien an Grenzen stoßen
Sie präsentieren konkrete Ansätze für Situationen, in denen Leitlinien an der Realität scheitern – und wie durch Erfahrung und Augenmaß ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika möglich ist.

Erweiterung des Methodenspektrums
Die Medizin steht vor der Aufgabe, ihr Methodenspektrum zu erweitern, um den wachsenden Herausforderungen durch zivilisatorische und altersbedingte Erkrankungen begegnen zu können. Mehr echte Prävention und die Integrative Medizin sind zentrale Bausteine der Lösung – aktuelle Studien und Forschungsprojekte belegen das eindrucksvoll.

Donnerstag, 14.05.26
JSB-Saal

Eröffnung
Begrüßung, Grußworte
Eröffnungsrede
Prof. Dr. med. David Martin

09:00 – 10:30 Uhr

Pause
Homöopathie als Chance – Beiträge zu einer verantwortungsvollen Hausarztmedizin
Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner
Dr. rer. nat. Marcus Reif
11:00 – 12:30 Uhr
Mittagspause
Die Behandlung zweier Kindern im Kontext ihrer Familie
Dr. med. univ. Mag. phil. Susanne Diez
14:00 – 14:45 Uhr
Homöopathische Behandlung von Notfällen
Dr. med. Martin Bündner
14:45 – 15:30 Uhr
Pause
30 Jahre pädiatrische Ambulanz am von Hauner’schen Kinderspital
Dr. med. Sigrid Kruse
16:00 – 16:45 Uhr
Homöopathie als Chance in der kinderärztlichen Praxis
Dr. med. Christian Lucae
16:45 – 17:30 Uhr
Get-together
im Foyer
17:30 – 18:30 Uhr
(ohne Anmeldung, kostenfrei)
Nachtwächter-Tour
Treffpunkt wird bekanntgegeben
ab 21:30 Uhr
(ohne Anmeldung; um Spende wird gebeten)
AMB-Saal
Mittagspause
Die Effizienz von Homöopathie ist evident – und evidenzbasiert
Dr. med. Klaus v. Ammon
14:00 – 14:45 Uhr
Systembiologische Methoden in der Grundlagenforschung zur Homöopathie
Dr. Annekathrin Ücker
14:45 – 15:30 Uhr
Pause
Homöopathie und die Macht von Märkten, Medien und öffentlicher Meinung
Prof. Dr. med. Dr. phil. Josef Schmidt
16:00 – 16:45 Uhr
Homöopathie als Chance – Denkanstöße aus der Geschichte

Dr. phil. Marion Baschin

16:45 – 17:30 Uhr
Freitag, 15.05.26
JSB-Saal
Wohin soll Homöopathie weiter gehen?
Dr. Menachem Oberbaum
09:00 – 09:45 Uhr
Materia medica lernen mit POL (Problem Orientiertes Lernen)
Dr. rer. medic. Christa Raak
09:45 – 10:30 Uhr
Pause

H.O.PE – Das Geburtshilfeprojekt. Eine Chance für die Homöopathie – Hier und weltweit
Dr. med. univ. Tom Vogel
Helga Häusler, Hebamme
11:45 – 12:30 Uhr

Mittagspause
Schmerztherapie im multimodalen Setting
Dr. med. Stefanie Jahn
14:00 – 14:45 Uhr
Pause

PODIUMSDISKUSSION
Das Simile-Prinzip aus Sicht verschiedener Fachrichtungen

Dr. v. Ammon, Dr. phil. Baschin, Prof. Dr. Baumgartner, apl. Prof. Dr. rer. nat. Schnittger und weitere

16:00 – 17:30 Uhr

Festlicher Abend mit Buffet
Crêperie Lorette, Bernburger Str. 58
19:00 – 23:00 Uhr
(kostenpflichtige Anmeldung erforderlich)
AMB-Saal
Was wäre die Homöopathie ohne homöopathische Arzneimittel? 
Susann Buchheim-Schmidt, Apothekerin
10:00 – 10:30 Uhr
Pause
Homöopathische Studien und Fälle zum Thema Krebs
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass
11:00 – 11:45 Uhr
Integrative homeopathy in breast cancer supportive care
Dr. Jean-Lionel Bagot
[ONLINE-ZUSCHALTUNG. SPRACHE: ENGLISCH]
11:45 – 12:30 Uhr
Mittagspause
WORKSHOP
Homöopathie rund um die Geburt – bewährt und praxisnah
Dr. med. Theresa Andraczek
Dr. med. Anne Heihoff-Klose
14:00 – 15:30 Uhr
Bibliothek
WORKSHOP
Verreibung: Pflanze vs. Urtinktur; Flüssig-potenzierung & Globuli
Susann Buchheim-Schmidt, Dr. Ralf Schwarzbach
14:00 – 15:30 Uhr
Europäische Bibliothek für Homöopathie, Wallstr. 48
Hahnemann-Saal, EG
Bibliothek
WORKSHOP
Cornelia Sachtler: Bibliotheksrecherche
14:00 – 15:30 Uhr
Europäische Bibliothek für Homöopathie, Wallstr. 48
Bibliothekssaal, 1. OG
Samstag, 16.05.26
AMB-Saal
Homöopathie zwischen Kritik und Engagement: politische Aktionen im Gesundheitswesen
Prof.‘in Dr. med. Dr. rer. nat. Diana Steinmann
09:00 – 09:45 Uhr
OneHealth – Lösungswege aus der Krise – Homöopathie als Chance
Dr. med. vet. Petra Weiermayer
09:45 – 10:30 Uhr

10:00-11:00 Uhr Besichtigung
Hahnemann-Haus und Europäische Bibliothek für Homöopathie

(Möglichkeit zur parallelen, individuellen Besichtigung)

Pause 10:30-11:00 Uhr
Case Reports
Martine Jus: 5 Opium-Fälle aus der Schreibaby-Ambulanz in Zug (CH)Dr. med. Sigrid Kruse
Dr. med. Anna Gerstenhöfer
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass
11:00 – 12:30 Uhr
Abschluss
Verleihung Samuel-Preis
12:30 – 13:00 Uhr

►Referent/innen

Foto Ammon

Dr.
Klaus von Ammon

Foto Andraczek

Dr. med. Theresa Andraczek

Foto Bagot

Dr. Jean-Lionel Bagot

Foto Baschin

Dr. phil.
Marion Baschin

Foto Baumgartner

Prof. Dr. sc. nat.
Stephan Baumgartner

Foto Buchheim-Schmidt

Pharmazeutin Susann
Buchheim-Schmidt

Foto Bündner

Dr. med.
Martin Bündner

Foto Diez

Dr. med. univ. Mag. phil. Susanne Diez

Foto Frass

Univ.-Prof. Dr. med.
Michael Frass

Foto Frass

Dr. rer. nat.
Heike Gypser

Foto Häusler

Hebamme
Helga Häusler

Foto Jahn

Dr. med.
Anne Heihoff-Klose

Foto Jahn

Dr. med.
Stefanie Jahn

Foto Johnson

Dr. med.
Sophia Johnson

Foto Jus

Dr. med. vet.
Martine Jus

Foto Kruse

Dr. med.
Sigrid Kruse

Foto Lucae

Dr. med.
Christian Lucae

Foto Martin

Prof. Dr. med.
David Martin

Foto Oberbaum

Dr.
Menachem Oberbaum

Foto Oberbaum

Dr. rer. medic.
Christa Raak

Foto Oberbaum

Dr. rer. nat.
Marcus Reif

Foto Schmidt

Prof. Dr. med. Dr. phil.
Josef Schmidt

Foto Steinmann

Prof.‘in Dr. med. Dr. rer. nat. Diana Steinmann

Foto Ücker

Dr. med.
Christoph Tils

Foto Ücker

Dr.
Annekathrin Ücker

Foto Vogel

Dr. med.
Tom Vogel

Foto Weiermayer

Dr. med. vet.
Petra Weiermayer

Abstracts

Die Abstracts der Vorträge werden an dieser Stelle nach und nach veröffentlicht (alphabetisch sortiert nach dem Nachnamen der Referenten).

Referent
Dr. Klaus von Ammon

Homöopathischer Arzt

  • 1981-1988 Weiterbildung zum Neurochirurgen «Klinikum rechts der Isar», TU München
  • 1989-1996 Oberarzt und Lehrbeauftragter Neurochirurgie UniversitätsSpital und Universität Zürich
  • Grundausbildung Homöopathie in Zürich, Luzern, intensive Fortbildungen
  • 2001-2020 Oberarzt, klinischer Konsiliarius, Leiter Forschung Homöopathie Universität Bern
  • Schwerpunkte und Publikationen zu Neuropädiatrie (AD(H)S), klinischer und epidemiologischer Forschung (PEK, Cambrella)
  • 2000-2026f. Niedergelassener Arzt für Homöopathie, eigene Praxis (Grundversicherung)

Die Effizienz von Homöopathie ist evident – und evidenzbasiert

Aus Patienten-Perspektive ist die Wirksamkeit von Homöopathie aufgrund der Inanspruchnahme der Bevölkerung offensichtlich.

Auf den Ebenen der ärztlichen und wissenschaftlichen Medizin-Untersuchungen wird die klinische Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen und die experimentell ermittelte spezifische Wirkung der einzelnen homöopathischen Medikamente aufgezeigt.

In Kasuistiken, Fallsammlungen, Anwendungs- und Beobachtungs-, retro- und prospektiven vergleichenden Studien mit oder ohne Kontrollgruppen, zufallsverteilten experimentellen Untersuchungen mit Kontrollgruppen ohne und mit Verblindung und den daraus resultierenden Systematischen Übersichtsarbeiten ohne oder mit Metaanalyse werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Universitäts- oder qualifizierte Institute und Behörden fassen diese retro- und prospektiven epidemiologischen, quantitativen, qualitativen und ökonomischen Ergebnisse zusammen und bewerten sie evidenzbasiert und systematisch in einem Health Technology Assessment (HTA).

Aus jeder dieser Perspektiven sind die Ergebnisse qualifizierter Homöopathie bez. Wirksamkeit/Wirkung, Sicherheit/Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit mindestens als gut zu bezeichnen.

Referentin
Dr. med. Theresa Andraczek

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

  • seit 05/2025 Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • seit 04/2018 Ärztin für Gynäkologie und Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig
  • aktives Mitglied AGG Hebammen der DGPM
  • 2024 Promotion (Thema: Hebammenkreißsaal an einem Perinatalzentrum Level I)
  • 2023-2024 Hebammen Curicullum DZVhÄ (Zertifikat)
  • Referentin Akademie Bahnhofapotheke

Homöopathie rund um die Geburt – bewährt und praxisnah [Workshop]

Workshop gemeinsam mit Dr. Anne Heihoff-Klose

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind sensible Lebensphasen, die mit vielfältigen körperlichen und emotionalen Veränderungen einhergehen. Viele Frauen wünschen sich in dieser Zeit gut verträgliche, sanfte Begleittherapien. Die Homöopathie wird hierbei seit Langem unterstützend eingesetzt.

Der Beitrag soll einen praxisorientierten Überblick über bewährte homöopathische Arzneimittel geben. In der Schwangerschaft werden häufige Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Schlafstörungen, Ängste und Erschöpfung thematisiert. Für die Geburt werden homöopathische Ansätze zur Begleitung von Wehentätigkeit, Erschöpfung, Angst und Spannungszuständen dargestellt. Im Wochenbett stehen die Förderung der Rückbildung, Wundheilung, Stillprobleme sowie emotionale Herausforderungen im Fokus.

Anhand ausgewählter Arzneimittel werden typische Indikationen und Leitsymptome vorgestellt. Ziel ist es, eine strukturierte Orientierung für den verantwortungsvollen Einsatz homöopathischer Arzneien zu geben. Der Beitrag versteht sich als Ergänzung zur konventionellen Betreuung und betont die Bedeutung einer individuellen Mittelwahl sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Referent
Dr. Jean-Lionel Bagot

Medical doctor with a focus on integrative oncology

  • Born in 1957, Dr Jean-Lionel Bagot is Head of the Department of Integrative Care at Groupe Hospitalier Saint Vincent in Strasbourg, France.
  • With over thirty years of experience in palliative and supportive oncology, he is dedicated to improving the quality of life of cancer patients through integrative approaches.
  • A specialist in homeopathy, he founded the International Homeopathic Society for Supportive Care in Oncology (SHISSO) in 2016, where he serves as President.
  • He also holds key roles within the French Society for Integrative Oncology (SFOI) and the University College of Integrative and Complementary Medicine (CUMIC).
  • In 2019, he established France’s first Integrative Care Day Hospital.
  • Author of Cancer and Homeopathy, translated into four languages, he has published 76 peer-reviewed articles and regularly teaches at the Faculty of Medicine and Pharmacy of Strasbourg.

Integrative homeopathy in breast cancer supportive care

Background
Targeted therapies (TT) represent a major therapeutic advance in breast cancer management but are associated with specific toxicities requiring close clinical monitoring and high-quality supportive care. In Europe, homeopathy is among the most frequently used complementary approaches in integrative oncology. Recent studies have reported high patient satisfaction rates (up to 80%) for symptom management, particularly for pain, fatigue, anxiety, and nausea.

Methodology
Following the recommendations of the International Homeopathic Society for Supportive Care in Oncology, a review of the scientific literature, and expert clinical experience, the authors propose homeopathic care protocols specifically adapted to the main classes of targeted therapies for breast cancer.

Results
The most common adverse effects of antibody–drug conjugates, immunotherapies, anti-cyclins, and PARP inhibitors were considered. In cases of hematologic toxicity, Medulla ossium 8DH is systematically recommended, together with Natrum muriaticum and Arsenicum album for neutropenia, China rubra for anemia, and Crotalus horridus for thrombocytopenia. Isotherapy at 7CH of oral agents (anti-cyclins and PARP inhibitors) is recommended in cases of poor tolerance. Nux vomica is proposed as first-line therapy for nausea or digestive disturbances and Phosphoricum acidum for fatigue. Podophyllum is advised for diarrhea, while Phosphorus is indicated in cases of interstitial lung disease, bleeding or elevated transaminases. For immunotherapy-related reactions, Silicea and Dysprosium are recommended to help balance immune responses.

Discussion
While targeted therapies constitute therapeutic progress, they require comprehensive, well-integrated supportive strategies. Improving tolerance enhances adherence, quality of life, and potentially survival. As an add-on therapy with no significant side effects or drug interactions, homeopathy offers a favorable safety profile, particularly for treatments with a narrow therapeutic index.

Conclusion
These expert-based guidelines provide practical, standardized prescribing support for clinicians, including non-homeopathic practitioners, to improve patient tolerance to targeted therapies. Their clinical relevance and efficacy should now be validated through prospective randomized controlled trials.

Referentin
Dr. phil. Marion Baschin

Historikerin und Archivarin

  • Seit Juni 2020 Leitung des Instituts für Geschichte der Medizin in Stuttgart
  • 2018 bis 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Archivarin am Institut für Geschichte der Medizin in Stuttgart
  • 2016 bis 2018 Referendariat für den höheren Archivdienst im Landesarchiv Baden-Württemberg
  • 2009 bis 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin in Stuttgart in verschiedenen Projekten
  • 2006 bis 2009 Promotion mit dem Titel: „Wer lässt sich von einem Homöopathen behandeln? Die Patienten des Clemens Maria Franz von Bönninghausen (1785-1864)“, betreut durch Prof. Dr. R. Jütte
  • 2000 bis 2006 Studium der Fächer Geschichte (Hauptfach), Politikwissenschaft und Soziologie (Nebenfächer) an der Universität Stuttgart

Homöopathie als Chance – Denkanstöße aus der Geschichte

Samuel Hahnemann (1755-1843) entwickelte sein therapeutisches System, um die Medizin seiner Zeit zu verbessern. Für ihn war die Homöopathie eindeutig eine Chance.

Hahnemanns spätere Veröffentlichungen stießen bereits bei zahlreichen Anhängern seiner Lehre auf Widerstand. Und seine Nachfolger:innen entwickelten teilweise eigene Konzepte und Ansätze, die nicht nur als Chancen aufgefasst wurden.

Die Medizin zu Hahnemanns Zeiten ist mit der heutigen Medizin und deren geltenden Standards kaum zu vergleichen. Derzeit werden die Stimmen lauter, die eine integrative Behandlung befürworten, meist verstanden als Verbindung konventioneller mit evidenzbasierten komplementärmedizinischen Verfahren. Entsprechende Lehrstühle werden eingerichtet und der Fokus auf Prävention gewinnt an Gewicht. Vor diesem Hintergrund bietet der Ansatz von Samuel Hahnemann, trotz aller Widerstände und Kritik, nach wie vor zahlreiche Chancen.

Anhand einiger historischer Beispiele sollen im Vortrag Denkanstöße hinsichtlich des Potentials der Homöopathie für eine integrative Behandlung gegeben werden.

Referent
Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner 

Physiker

  • 1984–1990 Studium der Experimentalphysik an der Universität Basel
  • 1991–1995 Promotion in Umweltwissenschaften an der ETH Zürich
  • 1996–2009 Post-Doc am Institut für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern
  • Seit 2009 Dozent an der Universität Bern
  • 2013 Habilitation an der Universität Witten/Herdecke, seitdem ebenda Privatdozent
  • Seit 2019 stellvertretender Direktor des Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern
  • Seit 2022 Professor an der Universität Witten/Herdecke

Homöopathie als Chance – Beiträge zu einer verantwortungsvollen Hausarztmedizin

Vortrag gemeinsam mit Dr. rer. nat. Marcus Reif

Homöopathische Therapien regen über eine Stimulation körpereigener Regulationssysteme die Selbstheilungskräfte an. Dies erlaubt einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten wie Antibiotika, die als externe kausale Intervention nur in indizierten Situationen eingesetzt werden sollten. Die Homöopathie kann damit aus ihrem Selbstverständnis heraus konstruktiv zur Vermeidung der globalen Antibiotika-Resistenz-Problematik beitragen.

Für eine evidenzbasierte wissenschaftliche und politische Diskussion muss dieser Anspruch freilich mit Daten belegt werden. Hinsichtlich des Einsatzes von Homöopathika zur Vermeidung oder Verringerung einer Antibiotika-Therapie sind vor allem Studien wichtig, die homöopathische Therapien im Vergleich zu konventioneller Behandlung untersuchen.

Eine auf akute Infekte der oberen Atemwege fokussierte Literatursuche ergibt 10 solche Studien, in denen der Einsatz von Homöopathika signifikant (4 Studien) bzw. tendenziell (2) überlegen oder zumindest signifikant nicht unterlegen (4) war. Zusätzlich möchten wir Resultate von 2 weiteren neuen Studien vorstellen, einer multizentrischen, prospektiven, vergleichenden Beobachtungsstudie und einer Registerdatenanalyse mit 583 bzw. 18‘960 Patient:innen.

Referentin
Susann Buchheim-Schmidt

Apothekerin, Fachpharmazeutin für Toxikologie

  • Apothekerin
  • Zusatzqualifikation als Fachpharmazeutin für Toxikologie
  • Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Homöopathie
  • Tätigkeit als Apothekerin in der Krankenhausapotheke, öffentlichen Apotheke und in der pharmazeutischen Industrie
  • Dozentin an der PTA-Schule des NTK Mainz
  • Koordinatorin des SC Pharmacy im ECH (European Committee for Homeopathy)
  • Mitarbeit in der Toxicology & Safety Group der HPUS (Homeopathic Pharmacopoeia of the United States)

Homöopathie als Chance in der Apothekenberatung- bei Lieferengpässen und als „add-on“

Der Apothekenalltag ist unter anderem gekennzeichnet von Lieferengpässen insbesondere konventioneller Arzneimitteln.
Dazu gehören neben verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auch solche, die nicht der Verschreibungspflicht unterliegen und in der Selbstmedikation und im Kindesalter angewendet werden, wie z.B. Fiebersäfte, fiebersenkende Zäpfchen oder abschwellende Nasensprays.

Gerade im Bereich von akuten Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen können homöopathische Arzneimittel eine Option oder auch „add-on“-Empfehlung darstellen.

Im Vortrag werden praxisnahe Beispiele sowie mögliche Lösungsvorschläge vorgestellt, angepasst an den Beratungsalltag in der Apotheke. Dabei stehen neben der individuellen Auswahl der Mittel auch potenzielle Grenzen im Fokus. Bzgl. der „Indikationen“ sind die Empfehlungen durch die Monografien der Kommission D abgedeckt.

Verreibung einer Pflanze vs. Verreibung aus der Urtinktur; Flüssigpotenzierung und Imprägnieren von Globuli [Workshop]

gemeinsam mit Dr. Ralf Schwarzbach (Chemiker) der PTA-Schule am NTK Mainz

Im Workshop wollen wir in Gruppen eine Verreibung aus einer Urtinktur im Vergleich zur Verreibung aus der frischen Pflanze herstellen.
Aus einer C3-Verreibung werden im Anschluss eine C-Potenz und eine LM/ Q- Potenz hergestellt.

Diskutiert werden Vor- und Nachteile der Frischpflanzenverreibung versus der vorherigen Herstellung einer Urtinktur.

Referentin
Dr. med. univ. Mag. phil. Susanne Diez

Fachärztin für Allgemeinmedizin

  • Promotion Dr. med. univ in Wien 1980, anschließend Spitalstätigkeit
  • 1984 Allgemeinärztin mit Homöopathie in eigener Praxis, erst Kassenärztin, ab 1992 Privatpraxis
  • seit 1992 Lehrtätigkeit Homöopathie (ÖGHM)
  • 1986 – 1994 Psychotherapieausbildung KIP, später Fortbildungen auch in anderen Therapierichtungen
  • 1994 – 1999 Vorstandstätigkeit in der ÖGHM (Öffentlichkeitsarbeit)
  • 2001 – 2007 Philosophiestudium Uni Wien, Abschluss als Mag. phil. mit Diplomarbeit zur Homöopathie
  • ab 2022 neuerlich im Vorstand der ÖGHM, seit 2024 Präsidentin der ÖGHM

Die Behandlung zweier Kinder im Kontext ihrer Familie

Schwierige Familiensituationen sind ein drängendes Thema in unserer Gesellschaft. Patchworkfamilien, Eltern mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, IvF-Schwangerschaften, Kinder, die sich nicht an das erwartete Verhalten anpassen, stellen uns vor interessante Herausforderungen.

Homöopathie bietet eine große Chance, hier ein neues Gleichgewicht zu finden in einem System, das aus den Fugen zu geraten droht.

In meinem Vortrag stelle ich eine Familie vor, deren zweieiige Zwillinge durch ihr heftiges Eifersuchts- und Konkurrenzverhalten zu ständigem Zwist in der Familie und im Kindergarten führten. Die homöopathische Behandlung beider Eltern unter Berücksichtigung transgenerationaler Traumen (mit sehr unterschiedlichen Arzneien) sowie die Begleitung beider Kinder durch ebenfalls verschiedene homöopathische Arzneien, konnte die Familiensituation beruhigen und eine problemlose Weiterentwicklung und Einschulung der Kinder ermöglichen.

Referent
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass

Facharzt Innere Medizin / Internistische Intensivmedizin

  • 1978 bis 2019: Medizinische Universität Wien, Klinik für Innere Medizin I
  • 1992 Aufnahme des Combitube als Notfallatemwegsgerät in die Richtlinien der American Heart Association
  • 1992 Aufnahme des Combitube in die Richtlinien der American Society of Anesthesiologists
  • 1985 bis 2019: Internistische Intensivstation
  • 2004 bis 2019: Spezialambulanz „Homöopathie für KrebspatientInnen“, Allgemeines Krankenhaus Wien
  • 2010 bis jetzt: 1. Vorsitzender WissHom
  • 2006 bis 2026: Präsident, ö. Dachverband für ärztliche Ganzheitsmedizin

Homöopathische Studien und Fälle zum Thema Krebs

In dieser prospektiven, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden, dreiarmigen, multizentrischen Phase-III-Studie verglichen wir die additive homöopathische Behandlung und Placebo bei NSCLC-Patienten im Stadium IV hinsichtlich der Lebensqualität in zwei randomisierten Gruppen und der Überlebenszeit in allen drei Gruppen.

Von insgesamt 150 Patienten mit NSCLC im Stadium IV erhielten 98 entweder individualisierte homöopathische Arzneimittel (n = 51) oder Placebo (n = 47) in doppelblinder Form, 52 Kontrollpatienten (dritte Gruppe) ohne homöopathische Behandlung wurden nur hinsichtlich ihrer Überlebenszeit beobachtet.

Die Lebensqualität sowie die Funktions- und Symptomskalen zeigten nach 9 und 18 Wochen homöopathischer Behandlung eine signifikante Verbesserung mit Homöopathie im Vergleich zu Placebo (p < 0,001). Die mediane Überlebenszeit war in der Homöopathie-Gruppe (435 Tage) signifikant länger als in der Placebo-Gruppe (257 Tage; p = 0,010) und in der Kontrollgruppe (228 Tage; p < 0,001).

Die Studie legt nahe, dass Homöopathie sowohl die Lebensqualität als auch die Überlebensrate positiv beeinflusst. Anhand eines Fallbeispiels wird die Methodik erläutert.

Referentin
Dr. rer. nat. Heike Gypser

Pharmazeutin

  • Studium der Pharmazie in Innsbruck (A) und Padua (I)
  • 2010 Promotion (Apparative Hochpotenzherstellung in der Homöopathie)
  • 2012–2019 Lehrbeauftragte an der Universität Marburg
  • 2016–2022 und seit 2025 LMHI Secretary for Pharmacy
  • Diverse Veröffentlichungen und Vorträge zu Themen der homöopathischen Arzneiherstellung

Was macht ein homöopathisches Arzneimittel aus? Eine Entwicklungsgeschichte und Ausblick

Mit der Begründung der Homöopathie ergab sich die Notwendigkeit einer neuartigen Klasse von Arzneimitteln. Samuel Hahnemann beschrieb recht detailliert, wie diese hergestellt werden sollten.

Die weitere Entwicklung der Homöopathie brachte immer wieder, durchaus erhebliche Abweichungen von den ursprünglichen Vorschriften Hahnemanns mit sich. Viele davon fanden auch Eingang in die offiziellen Arzneibücher.

Die wichtigsten Änderungen sollen aufgezeigt werden und welche davon noch heute von Bedeutung sind. Es stellt sich somit die Frage, inwieweit diese Modifikationen einen Einfluss auf die Arzneiherstellung haben und wie damit aktuell umgegangen wird.

Referentin
Helga Häusler

Hebamme

  • 1990 Hebammen Examen und 1991-1996: Tätigkeit als Hebamme im Kreißsaal der UFK Tübingen
  • seit 1996: Ausschließlich freiberufliche Tätigkeit als Hebamme in eigener Praxis
  • 1999-2002: Homöopathieausbildung an der Samuel-Hahnemann-Lehrakademie
  • 2006: Entwicklung einer Homöopathie Ausbildung für Hebammen in Kooperation mit dem DZVhÄ
  • 2006-2011 Durchführung mehreren Ausbildungsjahrgänge in Köthen und Tübingen
  • 2008 Veröffentlichung: „Homöopathie in der Hebammenarbeit“ im Elsevier Verlag
  • seit 2020 Mitarbeit am Pilotprojekt „Hebammengeleitetes Gesundheitszentrum“
  • seit 2025 Mitarbeit an dem Projekt HOPE

H.O.PE – Das Geburtshilfeprojekt. Eine Chance für die Homöopathie – Hier und weltweit

Vortrag gemeinsam mit Dr. Tom Vogel

Die Zeit rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre ist der Abschnitt, in dem Menschen am häufigsten erstmals homöopathische Hilfe suchen. Die Zahl der Frauen und Kinder, die unter anhaltenden physischen und psychischen Beeinträchtigungen infolge von Schwangerschaft und Geburt leiden, ist weiterhin hoch. Das kennen viele HomöopathInnen aus der eigenen Praxis. Laut WHO sterben weltweit jedes Jahr etwa 260.000 Frauen und zwei Millionen Kinder an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt.

Homöopathie kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung dieser Situation leisten, hier und weltweit.

Um diese Erfolge effizient zu erzielen und weiter attraktiv zu sein, muss homöopathische Geburtshilfe für das 21. Jahrhundert neu aufgestellt werden – in Ausbildung, Praxis und Forschung. Das Projekt H.O.P E* führt 200 Jahre Erfahrung aus mehr als 130 Fachpublikationen zusammen, überarbeitet es kritisch und entwickelt einen Prototyp für moderne klinische Fachliteratur. Im Rahmen des Vortrags stellen wir Ihnen anhand ausgewählter Fallbeispiele das Projekt H.O.PE vor.

*The Homeopathic Obstetrics ProjEct (H.O.PE)

Referentin
Dr. med. Anne Heihoff-Klose

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

  • Oberärztin seit Oktober 2016 am Universitäsklinikum Leipzig in der Abteilung für Geburtsmedizin
  • Subspezialisierung für Perinatal – und Geburtsmedizin mit Abschluss im Januar 2016 Universitätsklinikum Leipzig
  • April 2014 Homöopathiediplom des DZVHÄ
  • Januar 2012 Promotion: Prädiktive Wertigkeit von Parametern des oxidativen Status bei Präeklampsie und intrauteriner Wachstumsretardierung
  • Facharztausbildung Juni 2011 Helios Klinikum Borna

Homöopathie rund um die Geburt – bewährt und praxisnah [Workshop]

Workshop gemeinsam mit Dr. Theresa Andraczek

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind sensible Lebensphasen, die mit vielfältigen körperlichen und emotionalen Veränderungen einhergehen. Viele Frauen wünschen sich in dieser Zeit gut verträgliche, sanfte Begleittherapien. Die Homöopathie wird hierbei seit Langem unterstützend eingesetzt.

Der Beitrag soll einen praxisorientierten Überblick über bewährte homöopathische Arzneimittel geben. In der Schwangerschaft werden häufige Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Schlafstörungen, Ängste und Erschöpfung thematisiert. Für die Geburt werden homöopathische Ansätze zur Begleitung von Wehentätigkeit, Erschöpfung, Angst und Spannungszuständen dargestellt. Im Wochenbett stehen die Förderung der Rückbildung, Wundheilung, Stillprobleme sowie emotionale Herausforderungen im Fokus.

Anhand ausgewählter Arzneimittel werden typische Indikationen und Leitsymptome vorgestellt. Ziel ist es, eine strukturierte Orientierung für den verantwortungsvollen Einsatz homöopathischer Arzneien zu geben. Der Beitrag versteht sich als Ergänzung zur konventionellen Betreuung und betont die Bedeutung einer individuellen Mittelwahl sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Referentin
Dr. med. Stefanie Jahn

Fachärztin für Anästhesiologie

  • Ausbildung zur Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Homöopathie in Hamburg
  • Studium der Medizin am UKE in Hamburg
  • Facharztausbildung Anästhesiologie AK St. Georg in Hamburg
  • ZusatzWB: Spez. Schmerztherapie, Palliativmedizin, Notfallmedizin, Homöopathie, Naturheilverfahren
  • Gründerin/Sprecherin des AK Komplementäre Schmerztherapie der Deutschen Schmerzgesellschaft
  • Mitherausgeberin zweiter Schwerpunktausgaben des „Schmerz“, Thema Komplementäre Verfahren
  • Konzept/Durchführung Masterclass Komplementäre Methoden in der Schmerztherapie, Schmerzgesellschaft
  • Seit 2023 Leitung der medizinischen Abteilung Klinik Schloss Warnsdorf

Schmerztherapie im multimodalen Setting

Chronischer Schmerz ist eine Volkskrankheit. In der EU ist jede/r fünfte Erwachsene von wiederkehrenden und chronischen Schmerzen betroffen. Die Kosten für das Gesundheitssystem sind immens.

Die Bewertung und Behandlung von Schmerz ist seit jeher geprägt von politischen, sozialen und psychologischen Einflüssen. Wurden früher Heiler und Priester zu Rate gezogen, wurde Schmerz in westlichen Ländern ab dem 17. Jahrhundert somatisiert und zu einer Domäne der Medizin. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die rein körperliche Therapie chronifizierter Schmerzen weder ausreichend noch nachhaltig ist.

In Deutschland erfolgt die Behandlung multimodal durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam und nach einem Bio-Psycho-Sozialen Schmerzmodell. Wie sich diese gestaltet und ob und wie die Homöopathie eine Behandlungsoption sein könnte, soll im Vortrag aufgezeigt und diskutiert werden. Als Diskussionsgrundlage werden die ganzheitliche Behandlungsweise der Homöopathie, Behandlungswünsche von Betroffenen, Erkenntnisse aus der Placeboforschung und Beispiele aus der Mythologie dargestellt.

Referentin
Dr. med. Sophia Johnson

Ärztin

  • Populärwissenschaftliches Buch über die eigene Forschungsarbeit: „Plazenta Power – Eine facettenreiche Betrachtung ihrer Funktion, ihrer
    Bedeutung für die Mutter und die integrative Verwendung im Wochenbett“, Stadelmannverlag, Wiggensbach, 2023, www.plazenta-power.de
  • 01/2025 – 12/2025: Rotation in der ambulanten hausärztlichen Versorgung, Praxis Leonhard/Vogler, Weimar-Schöndorf
  • Seit 10/2022 Rotationen im Rahmen der Facharztausbildung Allgemeinmedizin in der ambulanten Versorgung
  • Seit 01/2014 Ärztin in Weiterbildung im Fachbereich Allgemeinmedizin, Sophien- und Hufelandklinikum Weimar, Akademisches Lehrkrankenhaus der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 07/2019 Promotion an der Universität Jena zum doctor medicinae. Thema „Aspects of Placentophagy“. Bewertung „Magna cum Laude“
  • 05/2012 Abschluss mit Staatsexamen: Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke

Plazenta Power – von der Grundlagenforschung zur integrativen Anwendung

Die Plazenta ist das Wunderorgan der Schwangerschaft und sichert Gesundheit und Wohlergehen des Ungeborenen.

In diesem Vortrag liegt der Fokus auf ihrer endokrinen Funktion: wie verändert sich der weibliche Hormonhaushalt während und nach der Schwangerschaft? Ergebnisse der Grundlagenforschung (Gewebeanalyse aus unterschiedlichen Plazenta-Präparaten) werden vorgestellt, um die Frage zu beantworten: welche Charakteristik hat die Ausgangssubstanz „Plazenta humana“?

Die Indikation für die Anwendung im Rahmen integrativer Therapien wie der Homöopathie, der Anthroposophischen und Chinesischen Medizin lassen sich daraus ableiten und werden differenziert betrachtet.

Referentin
Dr. med. vet. Martine Jus, Dipl. Hom. SHI/hfnh

Homöopathin, Tierärztin

  • 1980 – 1985 Studium an der veterinärmedizinischen Fakultät, Bern Staatsexamen und Erlangen des Tierarztdiploms
  • 1989 Erlangen des Doktortitels mit der Dissertation: „Détermination de la trypsine et de la chymotrypsine chez le chat“, veterinärmedizinische Fakultät, Bern
  • *ab 1990 Aufbau der SHI Homöopathie Schule in Zusammenarbeit mit M. S. Jus
  • 1983 – 1986 Homöopathie Kurs, von der SVHA in Genf organisiert, mit Erlangen des SVHA-Zertifikats in Klassischer Homöopathie. Hauptdozent: Dr. René Casez
  • 1993 – 1994 Ausbildung zur dipl. Homöopathin SHI an der SHI Homöopathie Schule in Steinhausen
  • 2009 -2010 Ausbildung zur dipl. Homöopathin hfnh an der SHI Homöopathie Schule in Zug
  • *seit 1995 Dozentin für Homöopathie an der SHI Homöopathie Schule in Zug
  • ab 2000 Referententätigkeit im In- und Ausland
  • seit 1994 Homöopathin, Mitglied der Praxisleitung bei der SHI Homöopathische Praxis in Zug
  • ab 2019 Leitung des SHI Haus der Homöopathie, Zug/CH

CASE REPORT: 5 Opium-Fälle aus der Schreibaby-Ambulanz in Zug (CH)

Hintergrund: Frühkindliche Regulationsstörungen (exzessives Schreien, Unruhe, Überreizung, Schlafstörungen, Koliken) stellen eine häufige Herausforderung in der pädiatrischen Versorgung dar. Die Homöopathie bietet hier eine individuelle, Behandlungsoption.

Methode: In der Schreibaby-Ambulanz der SHI Homöopathischen Praxis Zug (CH) werden Familien in akuten Belastungssituationen homöopathisch begleitet. Vorgestellt wird eine Fallserie von fünf Säuglingen und Kleinkindern, die aufgrund einer charakteristischen Symptomkonstellation mit Opium behandelt wurden. Die Fälle wurden nach der sogenannten Jus-Methode bearbeitet.

Ergebnisse: In allen fünf Fällen zeigte sich nach Verordnung von Opium eine rasche klinische Verbesserung mit deutlicher Reduktion von Unruhe, vegetativer Übererregung, Schreiphasen und Schlafstörungen. Besonders ausgeprägt war die Wirkung bei Symptomatikbeginn nach traumatisch erlebten Ereignissen während der Schwangerschaft oder Geburt.

Schlussfolgerung: Die dargestellten Fälle verdeutlichen die klinische Relevanz von Opium als Arzneimittel bei frühkindlichen Regulationsstörungen besonders im Kontext traumatischer Ereignisse. Eine sorgfältige Anamnese und Fallanalyse ermöglichen eine zielgerichtete homöopathische Intervention und können Familien frühzeitig entlasten.

Weitere Projektbeteiligte:
Gabriela Keller-Rebmann, Dipl. Hom. SHI/hfnh, Schulleiterin SHI Homöopathie Schule;
Christoph Grabenhofer, Dipl. Hom. SHI/hfnh, SHI Homöopathische Praxis

Referent
Dr. med. Christian Lucae

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

  • Praxis mit den Schwerpunkten Homöopathie und Naturheilverfahren in München
  • Autor zahlreicher Fachpublikationen und Ratgeber
  • Herausgeber der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung (AHZ)
  • www.lucae.net

Homöopathie als Chance in der kinderärztlichen Praxis

Welche Rolle kann die Homöopathie in der pädiatrischen Praxis spielen?

Dieser Vortrag ist zugleich Rückblick, Resümee und Ausblick:

  • Zunächst werden die Möglichkeiten der Integration der Homöopathie in den Praxisalltag erläutert.
  • Welche Werkzeuge dabei sinnvoll sind, welche Literatur sich am meisten bewährt hat und welche Veränderungen es im Laufe der letzten 25 Jahre gab, wird anhand von prägnanten Fallbeispielen zu akuten und chronischen Erkrankungen dargestellt.
  • Schließlich wird anhand verschiedener Szenarien herausgearbeitet, welche Chancen die Homöopathie in der kinderärztlichen Praxis in Zukunft haben könnte.

Referent
Prof. Dr. med. David Martin

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, pädiatrischer Endokrinologe, Onkologe, Diabetologe, Hämatologe

Dr. Klaus v. Ammon

Homöopathischer Arzt

Dr. phil. Marion Baschin

Historikerin, Archivarin

Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner

Physiker

apl. Prof. Dr. rer. nat. Susanne Schnittger

Biologin, Fachhumangenetikerin, Heilpraktikerin

Weitere Diskussionsteilnehmer*innen werden bekanntgegeben

Podiumsdiskussion: Das Simile-Prinzip aus Sicht verschiedener Fachrichtungen

Das Simile-Prinzip ist nicht nur Grundlage der Homöopathie, sondern wird als therapeutisches Prinzip bereits in den hippokratischen Schriften (ca. 460- 337 v. Chr.) erwähnt. Es findet sich sowohl in der Volksmedizin als auch in aktuellen Leitlinien.

Es kann Genesungsprozesse im Körper verstehen helfen. Die therapeutischen Impulse müssen dabei nicht zwangsläufig von homöopathischen Arzneien ausgehen. Auch nichtpotenzierte Substanzen, physikalische Reize oder Informationen können nach dem Simile-Prinzip wirken.

Das Simile-Prinzip ist daher eine Chance, einen Dialog mit anderen Fachrichtungen zu beginnen, um gemeinsam genau hinzusehen: Gibt es Entsprechungen? Wie ist der Blick auf das Simile-Prinzip vom Standpunkt der Grundlagenforschung, der Pharmakologie, der Medizingeschichte, der Physiologie oder der Immunologie?

Es erwartet Sie ein Impulsvortrag mit anschließender Podiumsrunde unter Berücksichtigung von Anregungen aus dem Publikum. Eingeladen werden Vertreter*innen verschiedener Fachrichtungen. Basis ist der IMED-Wiki-Eintrag zum „Simile-Prinzip“ erarbeitet durch die ECH/WissHom-Kooperation „Terms&Concepts“.

Referentin
Dr. rer. medic. Christa Raak

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Witten/Herdecke

  • Exam. Medizinische Technische Assistentin: MRT, CT, konventionelle Radiologie
  • Ausbildung zur Heilpraktikerin
  • Ausbildung in Klassischer Homöopathie mit Schwerpunkt Miasmatik
  • Privatpraxis für Klassische Homöopathie in Teilzeit 2004-2024
  • Hochschulstudium der Komplementärmedizin
  • Promotionsstudium Dr.rer.medic.:“Potenziertes Johanniskraut (Hypericum perforatum) zur Reduktion von postoperativen Schmerzen nach monosegmentaler spinaler Sequestrektomie – Eine monozentrische, doppelblind-randomisierte Placebo-kontrollierte Studie.”
  • Seit 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der Universität Witten/Herdecke in den Bereichen Homöopathie und Integrative Medizin allgemein
  • Projektleitungen in den Bereichen klinische Forschung und Grundlagenforschung
  • Projektleitung Integrativ medizinische Informationseinrichtungen (Spezialbibliothek, Datenbanksystem))
  • Publikations- und Reviewtätigkeit

Materia medica lernen mit POL (Problem Orientiertes Lernen)

Ausbildungsforschung ist vor dem Hintergrund innovativer Lernkonzepte eine wichtige Säule in der Integrativen Medizin. Die Entwicklung des POL fand in den 60er Jahren im Rahmen der Ausbildung von Ingenieuren statt. POL hat sich heute an Universitäten etabliert, entsprechende Formate könnten in der homöopathischen Ausbildung evaluiert und adaptiert werden. Die individuelle Findung eines Arzneimittels in der Homöopathie scheint an sich intrinsisch problembasiert.

Ziel des Projektes ist es, POL für den Bereich des Materia medica Lernens als didaktische Methode für die Homöopathie-Ausbildung zugänglich zu machen.

An drei Wochenenden wurden homöopathische Kasuistiken mittels POL im Rahmen des Homöopathie-Ausbildungskurses der Natura-Akademie bearbeitet. Zur Evaluation wurden nach den POL-Sitzungen Fragebögen zur Qualität der Lehre und zum Wohlbefinden der Teilnehmer eingesetzt.
Es werden empirische Daten zur Verlaufsanalyse gezeigt und es wird dazu eingeladen, die Möglichkeiten und Grenzen des POL in der Homöopathie-Ausbildung zu diskutieren.

Referent
Dr. rer. nat. Marcus Reif

Medizinischer Biometriker

  • 1986-1998 Biologiestudium an den Universitäten Würzburg und LMU München
  • 2004-2007 Postgraduierten-Studium Medizinische Biometrie an der Universität Heidelberg
  • April 1998 – heute: Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gesellschaft für Klinische Forschung e.V., Berlin
  • Oktober 2008 – heute: Forschungsleiter der GKF e.V.
  • September 2015 – heute: Abeilungsleiter ‚Klinische Forschung‘ der Fa. Iscador AG, Lörrach

Homöopathie als Chance – Beiträge zu einer verantwortungsvollen Hausarztmedizin

Homöopathische Therapien regen über eine Stimulation körpereigener Regulationssysteme die Selbstheilungskräfte an. Dies erlaubt einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten wie Antibiotika, die als externe kausale Intervention nur in indizierten Situationen eingesetzt werden sollten. Die Homöopathie kann damit aus ihrem Selbstverständnis heraus konstruktiv zur Vermeidung der globalen Antibiotika-Resistenz-Problematik beitragen.

Für eine evidenzbasierte wissenschaftliche und politische Diskussion muss dieser Anspruch freilich mit Daten belegt werden. Hinsichtlich des Einsatzes von Homöopathika zur Vermeidung oder Verringerung einer Antibiotika-Therapie sind vor allem Studien wichtig, die homöopathische Therapien im Vergleich zu konventioneller Behandlung untersuchen.

Eine auf akute Infekte der oberen Atemwege fokussierte Literatursuche ergibt 10 solche Studien, in denen der Einsatz von Homöopathika signifikant (4 Studien) bzw. tendenziell (2) überlegen oder zumindest signifikant nicht unterlegen (4) war. Zusätzlich möchten wir Resultate von 2 weiteren neuen Studien vorstellen, einer multizentrischen, prospektiven, vergleichenden Beobachtungsstudie und einer Registerdatenanalyse mit 583 bzw. 18‘960 Patient:innen.

Referent
Prof. Dr. med. Dr. phil. Josef M. Schmidt

Professor für Geschichte der Medizin an der LMU München
Allgemeinarzt

  • Professor für Geschichte der Medizin an der LMU München,
  • Allgemeinarzt, Zusatzbezeichnungen Homöopathie und Naturheilkunde,
  • Herausgeber der textkritischen und Standardausgabe des Organons der Heilkunst sowie der kleinen Schriften Hahnemanns,
  • Autor zahlreicher Artikel in Peer-reviewed Journals sowie Schriften zur Geschichte und Theorie der Homöopathie (in 6 Bänden),
  • Gastredner auf internationalen Kongressen.

Homöopathie und die Macht von Märkten, Medien und öffentlicher Meinung

Aus Sicht ihres Begründers ist die Homöopathie eine nahezu vollkommene Heilkunst, die auf ewig gültigen Prinzipien beruht. Die Wahrheit einer Idee garantiert aber noch nicht deren Verständnis und Anerkennung durch die Mehrheit der Menschen. Hatte schon Hahnemann Schwierigkeiten, die neue Heillehre seinen Zeitgenossen plausibel zu machen und sie zu verbreiten, so ist die heutige politische Herausforderung, eine ganzheitliche Heilmethode in eine eindimensional funktionierende Gesellschaft integriert zu bekommen, ungleich größer.

Referentin
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Diana Steinmann

Fachärztin für Strahlentherapie

  • Studium und Promotion in Biochemie und Humanmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
  • Weiterbildung zur Fachärztin für Strahlentherapie, MHH
  • Habilitiation im Fach Strahlentherapie, Thema: Supportivtherapie, Verbesserung der Lebensqualität
  • Zusatzqualifikationen: Homöopathie, Naturheilverfahren, Hypnose, Palliativmedizin
  • seit 2013 Geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Strahlentherapie, MHH
  • seit 2018 Leitung Integrative Onkologie, seit 2022 im Klaus-Bahlsen-Zentrum an der MHH
  • Mitglied der S3-Leitlinienkommissionen Komplementär- und Supportivmedizin in der Onkologie
  • seit 2020 gewähltes LIMed Mitglied der Ärztekammer Niedersachsen, seit 2026 im Vorstand AEKN

Homöopathie zwischen Kritik und Engagement: politische Aktionen im Gesundheitswesen

Homöopathie ist in der Bevölkerung weiterhin stark nachgefragt und Teil des Wunsches vieler Bürger nach integrativmedizinischer Versorgung. Gleichzeitig steht sie zunehmend im Fokus politischer und berufspolitischer Kritik.

Ziel ist es, sowohl unterstützende als auch ablehnende gesundheitspolitische Entwicklungen darzustellen und einzuordnen.

Zudem erfolgt eine Erläuterung aktueller politischer Debatten und von Aktivitäten fachlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure im Bereich der Integrativen Medizin und Homöopathie. Zahlreiche Initiativen setzen sich aktiv für die Stärkung der Integrativen Medizin ein, darunter z.B. die Allianz für Integrative Medizin und Gesundheit e.V., die Liste Integrative Medizin, die mittlerweile in fast allen Bundesländern in den Ärztekammern gewählte Vertreter hat, oder auch akademische Konsortien wie ACoNiG. Ergänzt wird dieses Engagement durch Bürgerverbände wie Gesundheit aktiv und weil’s hilft, u. a. durch Petitionen und politische Interventionen.

Durch koordinierte Aktionen verschiedener Fach- und Bürgerverbände wird versucht, den kritischen Diskurs zu versachlichen und festgefahrene Narrative in Politik und Ärzteschaft aufzubrechen.

Referent
Dr. med. Christoph Tils

Facharzt für Allgemeinmedizin, ZB Homöopathie, ZQ Psychosomatische Grundversorgung

  • Studium: 1980-81 ital. Sprache und Kultur, Florenz; 81-84 Medicina e Chirurgia, Università Pavia; 84-89 Humanmedizin FU Berlin.
  • Weiterbildung: 89-95 klinisch und in Landpraxis; 95-98 Homöopathie; 98-99 Assistent in Praxis Dr. Sohn; 2004-09 Trainer für „Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg“, Gruppenleitung. FA für Allg.med.
  • Seit 98 eigene private Praxis, Homöopathie nach Boenninghausen, Jahr, Kent und Boger, auch als Dozent.
    Monatlich: 07-17 Boger-AG Berlin; seit 14 Leitung der Boger-„Werkstatt“ am BVhÄ.
  • Seit 22 Dozententätigkeit für Homöopathie an der Universität Magdeburg im Fachbereich Allgemeinmedizin in der Vorlesung und mit einem Homöopathie-Seminar im Wintersemester.

Ein neues kompaktes Analyse-Tool für die Arbeit nach C.M. Boger – Drei schwere Pathologien

Es wird die Entwicklung eines neuen sehr kompakten Analyse-Tools aus dem Boger-Werk vorgestellt und seine praktische Anwendung bei der Arbeit mit Bogers „General Analysis“ und „Synoptic Key“ an drei Fallbeispielen von schweren Pathologien demonstriert.

Damit gelingt nun deutlich leichter und zügiger als bisher ein effektiver Überblick und eine sichere Arzneiwahl, auch Boger-Neulingen.

Es wird die gesamte für die Boger-Arbeit notwendige Theorie incl. des neuen Analyse-Tools in 30 min. dargestellt, dann über 1 h die 3 Kasuistiken.

Referent
Dr. med. univ. Tom Vogel

Facharzt für Allgemeinmedizin

  • Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien
  • Auslands-Praktika in Bolivien, Sudan und Kenia
  • Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin in Niederösterreich und Wien
  • 10 Jahre aktive Mitarbeit in der Studierenden Initiative Homöopathie (SIH)
  • Seit 15 Jahren in homöopathischer Vollzeitpraxis
  • Seit 2010 Leiter des Homeopathic Obstetrics ProjEct – H.O.P E
  • Seit 2020 Leiter des Homeopathic Pneumonia Projects – H.P.P.

Das Homöopathische Pneumonie Projekt – Eine Chance für die Homöopathie

Lungenentzündung ist die häufigste akute Todesursache weltweit. Viele Millionen Menschen erkranken daran jedes Jahr. Ca. 1,5 % aller Patienten im Krankenhaus sind auch bei uns davon betroffen – mit anhaltend hoher Mortalität. Virale Epidemien, Antibiotika-Resistenzen und Lieferengpässe verschärfen das Problem an vielen Stellen.

Homöopathie hat seit 200 Jahren immer umfassendere Erfahrungen in der Behandlung dieser Erkrankung gesammelt. Dieses Wissen war verstreut in mehr als 130 Quellen. Das Homöopathische Pneumonie-Projekt führt diese Informationen zusammen und bereitet sie als Prototyp für moderne klinische Fachliteratur auf – unter Einbeziehung heutiger Standards in der Medizin.

So kann Homöopathie auch im 21.Jahrhundert bei den globalen Gesundheitsproblemen eine wertvolle Chance sein. Im Vortrag wird das Projekt und seine Ergebnisse vorgestellt.

H.O.PE – Das Geburtshilfeprojekt. Eine Chance für die Homöopathie – Hier und weltweit

Vortrag gemeinsam mit Helga Häusler 

Die Zeit rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre ist der Abschnitt, in dem Menschen am häufigsten erstmals homöopathische Hilfe suchen. Die Zahl der Frauen und Kinder, die unter anhaltenden physischen und psychischen Beeinträchtigungen infolge von Schwangerschaft und Geburt leiden, ist weiterhin hoch. Das kennen viele HomöopathInnen aus der eigenen Praxis. Laut WHO sterben weltweit jedes Jahr etwa 260.000 Frauen und zwei Millionen Kinder an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt.

Homöopathie kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung dieser Situation leisten, hier und weltweit.

Um diese Erfolge effizient zu erzielen und weiter attraktiv zu sein, muss homöopathische Geburtshilfe für das 21. Jahrhundert neu aufgestellt werden – in Ausbildung, Praxis und Forschung. Das Projekt H.O.P E* führt 200 Jahre Erfahrung aus mehr als 130 Fachpublikationen zusammen, überarbeitet es kritisch und entwickelt einen Prototyp für moderne klinische Fachliteratur. Im Rahmen des Vortrags stellen wir Ihnen anhand ausgewählter Fallbeispiele das Projekt H.O.PE vor.

*The Homeopathic Obstetrics ProjEct (H.O.PE)

Referentin
Dr. med. vet. Petra Weiermayer

Fachtierärztin für Homöopathie

  • 2024 – Gastwissenschafterin an der Universität Witten-Herdecke
  • 2023 – 2025 Postdoc an der Veterinärmedizinischen Universität Wien
  • 2019 – Leitung der Sektion Forschung von WissHom
  • 2019 – Fachtierärztin für Homöopathie der Österreichischen Tierärztekammer
  • 2012 – Eröffnung der Tierarztpraxis Dr. Weiermayer
  • 2009 – 2014 Gutachterin der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES
  • 2007 – 2008 Internship an der Pferdeklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien
  • 1999 – 2007 Diplom- und Doktoratsstudium, Veterinärmedizinische Universität Wien

OneHealth – Lösungswege aus der Krise – Homöopathie als Chance

Von den weltweit 4,71 Millionen Todesfällen im Zusammenhang mit bakterieller Antibiotikaresistenz (AMR) im Jahr 2021 waren schätzungsweise 1,14 Millionen Todesfälle direkt auf AMR zurückzuführen. Antibiotikaresistenzen (AMR) stellen ein ernstzunehmendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar.

Daher ist ein bessere Kooperation an den Schnittstellen zwischen Mensch, Tier und Umwelt von hoher Priorität, um den Herausforderungen der Antibiotikaresistenz unter Nutzung des Potenzials der Homöopathie gemeinsam entgegentreten zu können.

Die Chancen der Homöopathie werden anhand von einem Fallbeispiel, einer Beobachtungsstudie, und einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, Doppelblindstudie vor Augen geführt. Diese Forschungsarbeiten können dazu beitragen, im Rahmen von universitären Kooperationsprojekten fundierte Empfehlungen zu erarbeiten, die Aspekte der öffentlichen Gesundheit, der Tiergesundheit und des Tierschutzes berücksichtigen, während gleichzeitig die Spezifika der Homöopathie bewahrt werden.

Die Homöopathie setzt als wertvoller Teil der integrativen Medizin das One-Health-Konzept im medizinischen Bereich in einer Vorreiterrolle bereits um.

►Rahmenprogramm

  • Get-together | Donnerstag, 14.05.2026, 17:30-18:30 Uhr | im Foyer | ohne Anmeldung, kostenfrei
  • Nachtwächtertour | Donnerstag, 14.05.2026, ab 21:30 Uhr | mit Herrn Falk Otto | ohne Anmeldung – um Spende wird gebeten
  • Festlicher Abend mit Buffet | Freitag, 15.05.2026, 19:00-23:00 Uhr  | Crêperie Lorette, Bernburger Str. 58 | kostenpflichtige Anmeldung erforderlich
  • Individuelle Besichtigung Hahnemann-Haus und Europäische Bibliothek für Homöopathie | Samstag, 16.05.2026, 10:00-11:00 Uhr | Wallstr. 47 bzw. 48 | Eintritt Hahnemann-Haus 2 €

Das könnte Sie auch interessieren

Das könnte Sie auch interessieren