

Programm 2026
► Kongressthema: Homöopathie als Chance
Die Homöopathie eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Versorgung – in der Praxis wie in der Klinik, im Stall und sogar auf dem Feld.
Kongress bietet Antworten und Praxiswissen
Der Homöopathie-Kongress 2026, veranstaltet vom DZVhÄ in Kooperation mit WissHom, bietet Antworten auf drängende medizinische und gesundheitspolitische Fragen und vermittelt evidenzbasiertes Wissen, das sich direkt im Praxisalltag anwenden lässt.
Therapienotstände überbrücken
Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zeigen, wie sich Therapienotstände mithilfe der Homöopathie überbrücken lassen.
Wenn Leitlinien an Grenzen stoßen
Sie präsentieren konkrete Ansätze für Situationen, in denen Leitlinien an der Realität scheitern – und wie durch Erfahrung und Augenmaß ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika möglich ist.
Erweiterung des Methodenspektrums
Die Medizin steht vor der Aufgabe, ihr Methodenspektrum zu erweitern, um den wachsenden Herausforderungen durch zivilisatorische und altersbedingte Erkrankungen begegnen zu können. Mehr echte Prävention und die Integrative Medizin sind zentrale Bausteine der Lösung – aktuelle Studien und Forschungsprojekte belegen das eindrucksvoll.
Donnerstag, 14.05.26
Eröffnung
Begrüßung, Grußworte
Eröffnungsrede
Prof. Dr. med. David Martin
09:00 – 10:30 Uhr
Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner
Dr. rer. nat. Marcus Reif
11:00 – 12:30 Uhr
Dr. med. univ. Mag. phil. Susanne Diez
14:00 – 14:45 Uhr
Dr. med. Martin Bündner
14:45 – 15:30 Uhr
Dr. med. Sigrid Kruse
16:00 – 16:45 Uhr
im Foyer
17:30 – 18:30 Uhr
(ohne Anmeldung, kostenfrei)
Treffpunkt wird bekanntgegeben
ab 21:30 Uhr
(ohne Anmeldung; um Spende wird gebeten)
Dr. med. Christoph Tils
11:00 – 12:30 Uhr
Dr. med. Klaus v. Ammon
14:00 – 14:45 Uhr
Dr. Annekathrin Ücker
14:45 – 15:30 Uhr
Prof. Dr. med. Dr. phil. Josef Schmidt
16:00 – 16:45 Uhr
Freitag, 15.05.26
Dr. Menachem Oberbaum
09:00 – 09:45 Uhr
Dr. rer. medic. Christa Raak
09:45 – 10:30 Uhr
Dr. med. Sophia Johnson
11:00 – 11:45 Uhr
H.O.PE – Das Geburtshilfeprojekt. Eine Chance für die Homöopathie – Hier und weltweit
Dr. med. univ. Tom Vogel
Helga Häusler, Hebamme
11:45 – 12:30 Uhr
Dr. med. univ. Tom Vogel
14:45 – 15:30 Uhr
PODIUMSDISKUSSION
Das Simile-Prinzip aus Sicht verschiedener Fachrichtungen
Dr. v. Ammon, Dr. phil. Baschin, Prof. Dr. Baumgartner, apl. Prof. Dr. rer. nat. Schnittger und weitere
16:00 – 17:30 Uhr
Crêperie Lorette, Bernburger Str. 58
19:00 – 23:00 Uhr
(kostenpflichtige Anmeldung erforderlich)
Susann Buchheim-Schmidt, Apothekerin
09:00 – 09:30 Uhr
Dr. Heike Gypser
09:00 – 10:00 Uhr
Susann Buchheim-Schmidt, Apothekerin
10:00 – 10:30 Uhr
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass
11:00 – 11:45 Uhr
Dr. Jean-Lionel Bagot
[ONLINE-ZUSCHALTUNG. SPRACHE: ENGLISCH]
11:45 – 12:30 Uhr
Homöopathie rund um die Geburt – bewährt und praxisnah
Dr. med. Theresa Andraczek
Dr. med. Anne Heihoff-Klose
14:00 – 15:30 Uhr
Verreibung: Pflanze vs. Urtinktur; Flüssig-potenzierung & Globuli
Susann Buchheim-Schmidt, Dr. Ralf Schwarzbach
14:00 – 15:30 Uhr
Europäische Bibliothek für Homöopathie, Wallstr. 48
Hahnemann-Saal, EG
Cornelia Sachtler: Bibliotheksrecherche
14:00 – 15:30 Uhr
Europäische Bibliothek für Homöopathie, Wallstr. 48
Bibliothekssaal, 1. OG
Samstag, 16.05.26
Prof.‘in Dr. med. Dr. rer. nat. Diana Steinmann
09:00 – 09:45 Uhr
Dr. med. vet. Petra Weiermayer
09:45 – 10:30 Uhr
10:00-11:00 Uhr Besichtigung
Hahnemann-Haus und Europäische Bibliothek für Homöopathie
(Möglichkeit zur parallelen, individuellen Besichtigung)
Martine Jus: 5 Opium-Fälle aus der Schreibaby-Ambulanz in Zug (CH)Dr. med. Sigrid Kruse
Dr. med. Anna Gerstenhöfer
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass11:00 – 12:30 Uhr
Verleihung Samuel-Preis
12:30 – 13:00 Uhr
►Referent/innen

Dr. med. univ. Mag. phil. Susanne Diez
► Abstracts
Die Abstracts der Vorträge werden an dieser Stelle nach und nach veröffentlicht (alphabetisch sortiert nach dem Nachnamen der Referenten).
Referent
Dr. Klaus von Ammon
Homöopathischer Arzt
Die Effizienz von Homöopathie ist evident – und evidenzbasiert
Aus Patienten-Perspektive ist die Wirksamkeit von Homöopathie aufgrund der Inanspruchnahme der Bevölkerung offensichtlich.
Auf den Ebenen der ärztlichen und wissenschaftlichen Medizin-Untersuchungen wird die klinische Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen und die experimentell ermittelte spezifische Wirkung der einzelnen homöopathischen Medikamente aufgezeigt.
In Kasuistiken, Fallsammlungen, Anwendungs- und Beobachtungs-, retro- und prospektiven vergleichenden Studien mit oder ohne Kontrollgruppen, zufallsverteilten experimentellen Untersuchungen mit Kontrollgruppen ohne und mit Verblindung und den daraus resultierenden Systematischen Übersichtsarbeiten ohne oder mit Metaanalyse werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.
Universitäts- oder qualifizierte Institute und Behörden fassen diese retro- und prospektiven epidemiologischen, quantitativen, qualitativen und ökonomischen Ergebnisse zusammen und bewerten sie evidenzbasiert und systematisch in einem Health Technology Assessment (HTA).
Aus jeder dieser Perspektiven sind die Ergebnisse qualifizierter Homöopathie bez. Wirksamkeit/Wirkung, Sicherheit/Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit mindestens als gut zu bezeichnen.
Referentin
Dr. med. Theresa Andraczek
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Homöopathie rund um die Geburt – bewährt und praxisnah [Workshop]
Workshop gemeinsam mit Dr. Anne Heihoff-Klose
Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind sensible Lebensphasen, die mit vielfältigen körperlichen und emotionalen Veränderungen einhergehen. Viele Frauen wünschen sich in dieser Zeit gut verträgliche, sanfte Begleittherapien. Die Homöopathie wird hierbei seit Langem unterstützend eingesetzt.
Der Beitrag soll einen praxisorientierten Überblick über bewährte homöopathische Arzneimittel geben. In der Schwangerschaft werden häufige Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Schlafstörungen, Ängste und Erschöpfung thematisiert. Für die Geburt werden homöopathische Ansätze zur Begleitung von Wehentätigkeit, Erschöpfung, Angst und Spannungszuständen dargestellt. Im Wochenbett stehen die Förderung der Rückbildung, Wundheilung, Stillprobleme sowie emotionale Herausforderungen im Fokus.
Anhand ausgewählter Arzneimittel werden typische Indikationen und Leitsymptome vorgestellt. Ziel ist es, eine strukturierte Orientierung für den verantwortungsvollen Einsatz homöopathischer Arzneien zu geben. Der Beitrag versteht sich als Ergänzung zur konventionellen Betreuung und betont die Bedeutung einer individuellen Mittelwahl sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Referent
Dr. Jean-Lionel Bagot
Medical doctor with a focus on integrative oncology
Integrative homeopathy in breast cancer supportive care
Background
Targeted therapies (TT) represent a major therapeutic advance in breast cancer management but are associated with specific toxicities requiring close clinical monitoring and high-quality supportive care. In Europe, homeopathy is among the most frequently used complementary approaches in integrative oncology. Recent studies have reported high patient satisfaction rates (up to 80%) for symptom management, particularly for pain, fatigue, anxiety, and nausea.
Methodology
Following the recommendations of the International Homeopathic Society for Supportive Care in Oncology, a review of the scientific literature, and expert clinical experience, the authors propose homeopathic care protocols specifically adapted to the main classes of targeted therapies for breast cancer.
Results
The most common adverse effects of antibody–drug conjugates, immunotherapies, anti-cyclins, and PARP inhibitors were considered. In cases of hematologic toxicity, Medulla ossium 8DH is systematically recommended, together with Natrum muriaticum and Arsenicum album for neutropenia, China rubra for anemia, and Crotalus horridus for thrombocytopenia. Isotherapy at 7CH of oral agents (anti-cyclins and PARP inhibitors) is recommended in cases of poor tolerance. Nux vomica is proposed as first-line therapy for nausea or digestive disturbances and Phosphoricum acidum for fatigue. Podophyllum is advised for diarrhea, while Phosphorus is indicated in cases of interstitial lung disease, bleeding or elevated transaminases. For immunotherapy-related reactions, Silicea and Dysprosium are recommended to help balance immune responses.
Discussion
While targeted therapies constitute therapeutic progress, they require comprehensive, well-integrated supportive strategies. Improving tolerance enhances adherence, quality of life, and potentially survival. As an add-on therapy with no significant side effects or drug interactions, homeopathy offers a favorable safety profile, particularly for treatments with a narrow therapeutic index.
Conclusion
These expert-based guidelines provide practical, standardized prescribing support for clinicians, including non-homeopathic practitioners, to improve patient tolerance to targeted therapies. Their clinical relevance and efficacy should now be validated through prospective randomized controlled trials.
Referentin
Dr. phil. Marion Baschin
Historikerin und Archivarin
Homöopathie als Chance – Denkanstöße aus der Geschichte
Samuel Hahnemann (1755-1843) entwickelte sein therapeutisches System, um die Medizin seiner Zeit zu verbessern. Für ihn war die Homöopathie eindeutig eine Chance.
Hahnemanns spätere Veröffentlichungen stießen bereits bei zahlreichen Anhängern seiner Lehre auf Widerstand. Und seine Nachfolger:innen entwickelten teilweise eigene Konzepte und Ansätze, die nicht nur als Chancen aufgefasst wurden.
Die Medizin zu Hahnemanns Zeiten ist mit der heutigen Medizin und deren geltenden Standards kaum zu vergleichen. Derzeit werden die Stimmen lauter, die eine integrative Behandlung befürworten, meist verstanden als Verbindung konventioneller mit evidenzbasierten komplementärmedizinischen Verfahren. Entsprechende Lehrstühle werden eingerichtet und der Fokus auf Prävention gewinnt an Gewicht. Vor diesem Hintergrund bietet der Ansatz von Samuel Hahnemann, trotz aller Widerstände und Kritik, nach wie vor zahlreiche Chancen.
Anhand einiger historischer Beispiele sollen im Vortrag Denkanstöße hinsichtlich des Potentials der Homöopathie für eine integrative Behandlung gegeben werden.
Referent
Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner
Physiker
Homöopathie als Chance – Beiträge zu einer verantwortungsvollen Hausarztmedizin
Vortrag gemeinsam mit Dr. rer. nat. Marcus Reif
Homöopathische Therapien regen über eine Stimulation körpereigener Regulationssysteme die Selbstheilungskräfte an. Dies erlaubt einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten wie Antibiotika, die als externe kausale Intervention nur in indizierten Situationen eingesetzt werden sollten. Die Homöopathie kann damit aus ihrem Selbstverständnis heraus konstruktiv zur Vermeidung der globalen Antibiotika-Resistenz-Problematik beitragen.
Für eine evidenzbasierte wissenschaftliche und politische Diskussion muss dieser Anspruch freilich mit Daten belegt werden. Hinsichtlich des Einsatzes von Homöopathika zur Vermeidung oder Verringerung einer Antibiotika-Therapie sind vor allem Studien wichtig, die homöopathische Therapien im Vergleich zu konventioneller Behandlung untersuchen.
Eine auf akute Infekte der oberen Atemwege fokussierte Literatursuche ergibt 10 solche Studien, in denen der Einsatz von Homöopathika signifikant (4 Studien) bzw. tendenziell (2) überlegen oder zumindest signifikant nicht unterlegen (4) war. Zusätzlich möchten wir Resultate von 2 weiteren neuen Studien vorstellen, einer multizentrischen, prospektiven, vergleichenden Beobachtungsstudie und einer Registerdatenanalyse mit 583 bzw. 18‘960 Patient:innen.
Referentin
Susann Buchheim-Schmidt
Apothekerin, Fachpharmazeutin für Toxikologie
Homöopathie als Chance in der Apothekenberatung- bei Lieferengpässen und als „add-on“
Der Apothekenalltag ist unter anderem gekennzeichnet von Lieferengpässen insbesondere konventioneller Arzneimitteln.
Dazu gehören neben verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auch solche, die nicht der Verschreibungspflicht unterliegen und in der Selbstmedikation und im Kindesalter angewendet werden, wie z.B. Fiebersäfte, fiebersenkende Zäpfchen oder abschwellende Nasensprays.
Gerade im Bereich von akuten Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen können homöopathische Arzneimittel eine Option oder auch „add-on“-Empfehlung darstellen.
Im Vortrag werden praxisnahe Beispiele sowie mögliche Lösungsvorschläge vorgestellt, angepasst an den Beratungsalltag in der Apotheke. Dabei stehen neben der individuellen Auswahl der Mittel auch potenzielle Grenzen im Fokus. Bzgl. der „Indikationen“ sind die Empfehlungen durch die Monografien der Kommission D abgedeckt.
Verreibung einer Pflanze vs. Verreibung aus der Urtinktur; Flüssigpotenzierung und Imprägnieren von Globuli [Workshop]
gemeinsam mit Dr. Ralf Schwarzbach (Chemiker) der PTA-Schule am NTK Mainz
Im Workshop wollen wir in Gruppen eine Verreibung aus einer Urtinktur im Vergleich zur Verreibung aus der frischen Pflanze herstellen.
Aus einer C3-Verreibung werden im Anschluss eine C-Potenz und eine LM/ Q- Potenz hergestellt.
Diskutiert werden Vor- und Nachteile der Frischpflanzenverreibung versus der vorherigen Herstellung einer Urtinktur.
Referentin
Dr. med. univ. Mag. phil. Susanne Diez
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Die Behandlung zweier Kinder im Kontext ihrer Familie
Schwierige Familiensituationen sind ein drängendes Thema in unserer Gesellschaft. Patchworkfamilien, Eltern mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, IvF-Schwangerschaften, Kinder, die sich nicht an das erwartete Verhalten anpassen, stellen uns vor interessante Herausforderungen.
Homöopathie bietet eine große Chance, hier ein neues Gleichgewicht zu finden in einem System, das aus den Fugen zu geraten droht.
In meinem Vortrag stelle ich eine Familie vor, deren zweieiige Zwillinge durch ihr heftiges Eifersuchts- und Konkurrenzverhalten zu ständigem Zwist in der Familie und im Kindergarten führten. Die homöopathische Behandlung beider Eltern unter Berücksichtigung transgenerationaler Traumen (mit sehr unterschiedlichen Arzneien) sowie die Begleitung beider Kinder durch ebenfalls verschiedene homöopathische Arzneien, konnte die Familiensituation beruhigen und eine problemlose Weiterentwicklung und Einschulung der Kinder ermöglichen.
Referent
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass
Facharzt Innere Medizin / Internistische Intensivmedizin
Homöopathische Studien und Fälle zum Thema Krebs
In dieser prospektiven, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden, dreiarmigen, multizentrischen Phase-III-Studie verglichen wir die additive homöopathische Behandlung und Placebo bei NSCLC-Patienten im Stadium IV hinsichtlich der Lebensqualität in zwei randomisierten Gruppen und der Überlebenszeit in allen drei Gruppen.
Von insgesamt 150 Patienten mit NSCLC im Stadium IV erhielten 98 entweder individualisierte homöopathische Arzneimittel (n = 51) oder Placebo (n = 47) in doppelblinder Form, 52 Kontrollpatienten (dritte Gruppe) ohne homöopathische Behandlung wurden nur hinsichtlich ihrer Überlebenszeit beobachtet.
Die Lebensqualität sowie die Funktions- und Symptomskalen zeigten nach 9 und 18 Wochen homöopathischer Behandlung eine signifikante Verbesserung mit Homöopathie im Vergleich zu Placebo (p < 0,001). Die mediane Überlebenszeit war in der Homöopathie-Gruppe (435 Tage) signifikant länger als in der Placebo-Gruppe (257 Tage; p = 0,010) und in der Kontrollgruppe (228 Tage; p < 0,001).
Die Studie legt nahe, dass Homöopathie sowohl die Lebensqualität als auch die Überlebensrate positiv beeinflusst. Anhand eines Fallbeispiels wird die Methodik erläutert.
Referentin
Dr. rer. nat. Heike Gypser
Pharmazeutin
Was macht ein homöopathisches Arzneimittel aus? Eine Entwicklungsgeschichte und Ausblick
Mit der Begründung der Homöopathie ergab sich die Notwendigkeit einer neuartigen Klasse von Arzneimitteln. Samuel Hahnemann beschrieb recht detailliert, wie diese hergestellt werden sollten.
Die weitere Entwicklung der Homöopathie brachte immer wieder, durchaus erhebliche Abweichungen von den ursprünglichen Vorschriften Hahnemanns mit sich. Viele davon fanden auch Eingang in die offiziellen Arzneibücher.
Die wichtigsten Änderungen sollen aufgezeigt werden und welche davon noch heute von Bedeutung sind. Es stellt sich somit die Frage, inwieweit diese Modifikationen einen Einfluss auf die Arzneiherstellung haben und wie damit aktuell umgegangen wird.
Referentin
Helga Häusler
Hebamme
H.O.PE – Das Geburtshilfeprojekt. Eine Chance für die Homöopathie – Hier und weltweit
Vortrag gemeinsam mit Dr. Tom Vogel
Die Zeit rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre ist der Abschnitt, in dem Menschen am häufigsten erstmals homöopathische Hilfe suchen. Die Zahl der Frauen und Kinder, die unter anhaltenden physischen und psychischen Beeinträchtigungen infolge von Schwangerschaft und Geburt leiden, ist weiterhin hoch. Das kennen viele HomöopathInnen aus der eigenen Praxis. Laut WHO sterben weltweit jedes Jahr etwa 260.000 Frauen und zwei Millionen Kinder an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt.
Homöopathie kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung dieser Situation leisten, hier und weltweit.
Um diese Erfolge effizient zu erzielen und weiter attraktiv zu sein, muss homöopathische Geburtshilfe für das 21. Jahrhundert neu aufgestellt werden – in Ausbildung, Praxis und Forschung. Das Projekt H.O.P E* führt 200 Jahre Erfahrung aus mehr als 130 Fachpublikationen zusammen, überarbeitet es kritisch und entwickelt einen Prototyp für moderne klinische Fachliteratur. Im Rahmen des Vortrags stellen wir Ihnen anhand ausgewählter Fallbeispiele das Projekt H.O.PE vor.
*The Homeopathic Obstetrics ProjEct (H.O.PE)
Referentin
Dr. med. Anne Heihoff-Klose
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Homöopathie rund um die Geburt – bewährt und praxisnah [Workshop]
Workshop gemeinsam mit Dr. Theresa Andraczek
Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind sensible Lebensphasen, die mit vielfältigen körperlichen und emotionalen Veränderungen einhergehen. Viele Frauen wünschen sich in dieser Zeit gut verträgliche, sanfte Begleittherapien. Die Homöopathie wird hierbei seit Langem unterstützend eingesetzt.
Der Beitrag soll einen praxisorientierten Überblick über bewährte homöopathische Arzneimittel geben. In der Schwangerschaft werden häufige Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Schlafstörungen, Ängste und Erschöpfung thematisiert. Für die Geburt werden homöopathische Ansätze zur Begleitung von Wehentätigkeit, Erschöpfung, Angst und Spannungszuständen dargestellt. Im Wochenbett stehen die Förderung der Rückbildung, Wundheilung, Stillprobleme sowie emotionale Herausforderungen im Fokus.
Anhand ausgewählter Arzneimittel werden typische Indikationen und Leitsymptome vorgestellt. Ziel ist es, eine strukturierte Orientierung für den verantwortungsvollen Einsatz homöopathischer Arzneien zu geben. Der Beitrag versteht sich als Ergänzung zur konventionellen Betreuung und betont die Bedeutung einer individuellen Mittelwahl sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Referentin
Dr. med. Stefanie Jahn
Fachärztin für Anästhesiologie
Schmerztherapie im multimodalen Setting
Chronischer Schmerz ist eine Volkskrankheit. In der EU ist jede/r fünfte Erwachsene von wiederkehrenden und chronischen Schmerzen betroffen. Die Kosten für das Gesundheitssystem sind immens.
Die Bewertung und Behandlung von Schmerz ist seit jeher geprägt von politischen, sozialen und psychologischen Einflüssen. Wurden früher Heiler und Priester zu Rate gezogen, wurde Schmerz in westlichen Ländern ab dem 17. Jahrhundert somatisiert und zu einer Domäne der Medizin. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die rein körperliche Therapie chronifizierter Schmerzen weder ausreichend noch nachhaltig ist.
In Deutschland erfolgt die Behandlung multimodal durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam und nach einem Bio-Psycho-Sozialen Schmerzmodell. Wie sich diese gestaltet und ob und wie die Homöopathie eine Behandlungsoption sein könnte, soll im Vortrag aufgezeigt und diskutiert werden. Als Diskussionsgrundlage werden die ganzheitliche Behandlungsweise der Homöopathie, Behandlungswünsche von Betroffenen, Erkenntnisse aus der Placeboforschung und Beispiele aus der Mythologie dargestellt.
Referentin
Dr. med. Sophia Johnson
Ärztin
Plazenta Power – von der Grundlagenforschung zur integrativen Anwendung
Die Plazenta ist das Wunderorgan der Schwangerschaft und sichert Gesundheit und Wohlergehen des Ungeborenen.
In diesem Vortrag liegt der Fokus auf ihrer endokrinen Funktion: wie verändert sich der weibliche Hormonhaushalt während und nach der Schwangerschaft? Ergebnisse der Grundlagenforschung (Gewebeanalyse aus unterschiedlichen Plazenta-Präparaten) werden vorgestellt, um die Frage zu beantworten: welche Charakteristik hat die Ausgangssubstanz „Plazenta humana“?
Die Indikation für die Anwendung im Rahmen integrativer Therapien wie der Homöopathie, der Anthroposophischen und Chinesischen Medizin lassen sich daraus ableiten und werden differenziert betrachtet.
Referentin
Dr. med. vet. Martine Jus, Dipl. Hom. SHI/hfnh
Homöopathin, Tierärztin
CASE REPORT: 5 Opium-Fälle aus der Schreibaby-Ambulanz in Zug (CH)
Hintergrund: Frühkindliche Regulationsstörungen (exzessives Schreien, Unruhe, Überreizung, Schlafstörungen, Koliken) stellen eine häufige Herausforderung in der pädiatrischen Versorgung dar. Die Homöopathie bietet hier eine individuelle, Behandlungsoption.
Methode: In der Schreibaby-Ambulanz der SHI Homöopathischen Praxis Zug (CH) werden Familien in akuten Belastungssituationen homöopathisch begleitet. Vorgestellt wird eine Fallserie von fünf Säuglingen und Kleinkindern, die aufgrund einer charakteristischen Symptomkonstellation mit Opium behandelt wurden. Die Fälle wurden nach der sogenannten Jus-Methode bearbeitet.
Ergebnisse: In allen fünf Fällen zeigte sich nach Verordnung von Opium eine rasche klinische Verbesserung mit deutlicher Reduktion von Unruhe, vegetativer Übererregung, Schreiphasen und Schlafstörungen. Besonders ausgeprägt war die Wirkung bei Symptomatikbeginn nach traumatisch erlebten Ereignissen während der Schwangerschaft oder Geburt.
Schlussfolgerung: Die dargestellten Fälle verdeutlichen die klinische Relevanz von Opium als Arzneimittel bei frühkindlichen Regulationsstörungen besonders im Kontext traumatischer Ereignisse. Eine sorgfältige Anamnese und Fallanalyse ermöglichen eine zielgerichtete homöopathische Intervention und können Familien frühzeitig entlasten.
Weitere Projektbeteiligte:
Gabriela Keller-Rebmann, Dipl. Hom. SHI/hfnh, Schulleiterin SHI Homöopathie Schule;
Christoph Grabenhofer, Dipl. Hom. SHI/hfnh, SHI Homöopathische Praxis
Referent
Dr. med. Christian Lucae
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Homöopathie als Chance in der kinderärztlichen Praxis
Welche Rolle kann die Homöopathie in der pädiatrischen Praxis spielen?
Dieser Vortrag ist zugleich Rückblick, Resümee und Ausblick:
- Zunächst werden die Möglichkeiten der Integration der Homöopathie in den Praxisalltag erläutert.
- Welche Werkzeuge dabei sinnvoll sind, welche Literatur sich am meisten bewährt hat und welche Veränderungen es im Laufe der letzten 25 Jahre gab, wird anhand von prägnanten Fallbeispielen zu akuten und chronischen Erkrankungen dargestellt.
- Schließlich wird anhand verschiedener Szenarien herausgearbeitet, welche Chancen die Homöopathie in der kinderärztlichen Praxis in Zukunft haben könnte.
Referent
Prof. Dr. med. David Martin
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, pädiatrischer Endokrinologe, Onkologe, Diabetologe, Hämatologe
Podiumsdiskussion: Das Simile-Prinzip aus Sicht verschiedener Fachrichtungen
Das Simile-Prinzip ist nicht nur Grundlage der Homöopathie, sondern wird als therapeutisches Prinzip bereits in den hippokratischen Schriften (ca. 460- 337 v. Chr.) erwähnt. Es findet sich sowohl in der Volksmedizin als auch in aktuellen Leitlinien.
Es kann Genesungsprozesse im Körper verstehen helfen. Die therapeutischen Impulse müssen dabei nicht zwangsläufig von homöopathischen Arzneien ausgehen. Auch nichtpotenzierte Substanzen, physikalische Reize oder Informationen können nach dem Simile-Prinzip wirken.
Das Simile-Prinzip ist daher eine Chance, einen Dialog mit anderen Fachrichtungen zu beginnen, um gemeinsam genau hinzusehen: Gibt es Entsprechungen? Wie ist der Blick auf das Simile-Prinzip vom Standpunkt der Grundlagenforschung, der Pharmakologie, der Medizingeschichte, der Physiologie oder der Immunologie?
Es erwartet Sie ein Impulsvortrag mit anschließender Podiumsrunde unter Berücksichtigung von Anregungen aus dem Publikum. Eingeladen werden Vertreter*innen verschiedener Fachrichtungen. Basis ist der IMED-Wiki-Eintrag zum „Simile-Prinzip“ erarbeitet durch die ECH/WissHom-Kooperation „Terms&Concepts“.
Referentin
Dr. rer. medic. Christa Raak
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Witten/Herdecke
Materia medica lernen mit POL (Problem Orientiertes Lernen)
Ausbildungsforschung ist vor dem Hintergrund innovativer Lernkonzepte eine wichtige Säule in der Integrativen Medizin. Die Entwicklung des POL fand in den 60er Jahren im Rahmen der Ausbildung von Ingenieuren statt. POL hat sich heute an Universitäten etabliert, entsprechende Formate könnten in der homöopathischen Ausbildung evaluiert und adaptiert werden. Die individuelle Findung eines Arzneimittels in der Homöopathie scheint an sich intrinsisch problembasiert.
Ziel des Projektes ist es, POL für den Bereich des Materia medica Lernens als didaktische Methode für die Homöopathie-Ausbildung zugänglich zu machen.
An drei Wochenenden wurden homöopathische Kasuistiken mittels POL im Rahmen des Homöopathie-Ausbildungskurses der Natura-Akademie bearbeitet. Zur Evaluation wurden nach den POL-Sitzungen Fragebögen zur Qualität der Lehre und zum Wohlbefinden der Teilnehmer eingesetzt.
Es werden empirische Daten zur Verlaufsanalyse gezeigt und es wird dazu eingeladen, die Möglichkeiten und Grenzen des POL in der Homöopathie-Ausbildung zu diskutieren.
Referent
Dr. rer. nat. Marcus Reif
Medizinischer Biometriker
Homöopathie als Chance – Beiträge zu einer verantwortungsvollen Hausarztmedizin
Vortrag gemeinsam mit Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner
Homöopathische Therapien regen über eine Stimulation körpereigener Regulationssysteme die Selbstheilungskräfte an. Dies erlaubt einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten wie Antibiotika, die als externe kausale Intervention nur in indizierten Situationen eingesetzt werden sollten. Die Homöopathie kann damit aus ihrem Selbstverständnis heraus konstruktiv zur Vermeidung der globalen Antibiotika-Resistenz-Problematik beitragen.
Für eine evidenzbasierte wissenschaftliche und politische Diskussion muss dieser Anspruch freilich mit Daten belegt werden. Hinsichtlich des Einsatzes von Homöopathika zur Vermeidung oder Verringerung einer Antibiotika-Therapie sind vor allem Studien wichtig, die homöopathische Therapien im Vergleich zu konventioneller Behandlung untersuchen.
Eine auf akute Infekte der oberen Atemwege fokussierte Literatursuche ergibt 10 solche Studien, in denen der Einsatz von Homöopathika signifikant (4 Studien) bzw. tendenziell (2) überlegen oder zumindest signifikant nicht unterlegen (4) war. Zusätzlich möchten wir Resultate von 2 weiteren neuen Studien vorstellen, einer multizentrischen, prospektiven, vergleichenden Beobachtungsstudie und einer Registerdatenanalyse mit 583 bzw. 18‘960 Patient:innen.
Referent
Prof. Dr. med. Dr. phil. Josef M. Schmidt
Professor für Geschichte der Medizin an der LMU München
Allgemeinarzt
Homöopathie und die Macht von Märkten, Medien und öffentlicher Meinung
Aus Sicht ihres Begründers ist die Homöopathie eine nahezu vollkommene Heilkunst, die auf ewig gültigen Prinzipien beruht. Die Wahrheit einer Idee garantiert aber noch nicht deren Verständnis und Anerkennung durch die Mehrheit der Menschen. Hatte schon Hahnemann Schwierigkeiten, die neue Heillehre seinen Zeitgenossen plausibel zu machen und sie zu verbreiten, so ist die heutige politische Herausforderung, eine ganzheitliche Heilmethode in eine eindimensional funktionierende Gesellschaft integriert zu bekommen, ungleich größer.
Referentin
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Diana Steinmann
Fachärztin für Strahlentherapie
Homöopathie zwischen Kritik und Engagement: politische Aktionen im Gesundheitswesen
Homöopathie ist in der Bevölkerung weiterhin stark nachgefragt und Teil des Wunsches vieler Bürger nach integrativmedizinischer Versorgung. Gleichzeitig steht sie zunehmend im Fokus politischer und berufspolitischer Kritik.
Ziel ist es, sowohl unterstützende als auch ablehnende gesundheitspolitische Entwicklungen darzustellen und einzuordnen.
Zudem erfolgt eine Erläuterung aktueller politischer Debatten und von Aktivitäten fachlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure im Bereich der Integrativen Medizin und Homöopathie. Zahlreiche Initiativen setzen sich aktiv für die Stärkung der Integrativen Medizin ein, darunter z.B. die Allianz für Integrative Medizin und Gesundheit e.V., die Liste Integrative Medizin, die mittlerweile in fast allen Bundesländern in den Ärztekammern gewählte Vertreter hat, oder auch akademische Konsortien wie ACoNiG. Ergänzt wird dieses Engagement durch Bürgerverbände wie Gesundheit aktiv und weil’s hilft, u. a. durch Petitionen und politische Interventionen.
Durch koordinierte Aktionen verschiedener Fach- und Bürgerverbände wird versucht, den kritischen Diskurs zu versachlichen und festgefahrene Narrative in Politik und Ärzteschaft aufzubrechen.
Referent
Dr. med. Christoph Tils
Facharzt für Allgemeinmedizin, ZB Homöopathie, ZQ Psychosomatische Grundversorgung
Ein neues kompaktes Analyse-Tool für die Arbeit nach C.M. Boger – Drei schwere Pathologien
Es wird die Entwicklung eines neuen sehr kompakten Analyse-Tools aus dem Boger-Werk vorgestellt und seine praktische Anwendung bei der Arbeit mit Bogers „General Analysis“ und „Synoptic Key“ an drei Fallbeispielen von schweren Pathologien demonstriert.
Damit gelingt nun deutlich leichter und zügiger als bisher ein effektiver Überblick und eine sichere Arzneiwahl, auch Boger-Neulingen.
Es wird die gesamte für die Boger-Arbeit notwendige Theorie incl. des neuen Analyse-Tools in 30 min. dargestellt, dann über 1 h die 3 Kasuistiken.
Referent
Dr. med. univ. Tom Vogel
Facharzt für Allgemeinmedizin
Das Homöopathische Pneumonie Projekt – Eine Chance für die Homöopathie
Lungenentzündung ist die häufigste akute Todesursache weltweit. Viele Millionen Menschen erkranken daran jedes Jahr. Ca. 1,5 % aller Patienten im Krankenhaus sind auch bei uns davon betroffen – mit anhaltend hoher Mortalität. Virale Epidemien, Antibiotika-Resistenzen und Lieferengpässe verschärfen das Problem an vielen Stellen.
Homöopathie hat seit 200 Jahren immer umfassendere Erfahrungen in der Behandlung dieser Erkrankung gesammelt. Dieses Wissen war verstreut in mehr als 130 Quellen. Das Homöopathische Pneumonie-Projekt führt diese Informationen zusammen und bereitet sie als Prototyp für moderne klinische Fachliteratur auf – unter Einbeziehung heutiger Standards in der Medizin.
So kann Homöopathie auch im 21.Jahrhundert bei den globalen Gesundheitsproblemen eine wertvolle Chance sein. Im Vortrag wird das Projekt und seine Ergebnisse vorgestellt.
H.O.PE – Das Geburtshilfeprojekt. Eine Chance für die Homöopathie – Hier und weltweit
Vortrag gemeinsam mit Helga Häusler
Die Zeit rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre ist der Abschnitt, in dem Menschen am häufigsten erstmals homöopathische Hilfe suchen. Die Zahl der Frauen und Kinder, die unter anhaltenden physischen und psychischen Beeinträchtigungen infolge von Schwangerschaft und Geburt leiden, ist weiterhin hoch. Das kennen viele HomöopathInnen aus der eigenen Praxis. Laut WHO sterben weltweit jedes Jahr etwa 260.000 Frauen und zwei Millionen Kinder an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt.
Homöopathie kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung dieser Situation leisten, hier und weltweit.
Um diese Erfolge effizient zu erzielen und weiter attraktiv zu sein, muss homöopathische Geburtshilfe für das 21. Jahrhundert neu aufgestellt werden – in Ausbildung, Praxis und Forschung. Das Projekt H.O.P E* führt 200 Jahre Erfahrung aus mehr als 130 Fachpublikationen zusammen, überarbeitet es kritisch und entwickelt einen Prototyp für moderne klinische Fachliteratur. Im Rahmen des Vortrags stellen wir Ihnen anhand ausgewählter Fallbeispiele das Projekt H.O.PE vor.
*The Homeopathic Obstetrics ProjEct (H.O.PE)
Referentin
Dr. med. vet. Petra Weiermayer
Fachtierärztin für Homöopathie
OneHealth – Lösungswege aus der Krise – Homöopathie als Chance
Von den weltweit 4,71 Millionen Todesfällen im Zusammenhang mit bakterieller Antibiotikaresistenz (AMR) im Jahr 2021 waren schätzungsweise 1,14 Millionen Todesfälle direkt auf AMR zurückzuführen. Antibiotikaresistenzen (AMR) stellen ein ernstzunehmendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar.
Daher ist ein bessere Kooperation an den Schnittstellen zwischen Mensch, Tier und Umwelt von hoher Priorität, um den Herausforderungen der Antibiotikaresistenz unter Nutzung des Potenzials der Homöopathie gemeinsam entgegentreten zu können.
Die Chancen der Homöopathie werden anhand von einem Fallbeispiel, einer Beobachtungsstudie, und einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, Doppelblindstudie vor Augen geführt. Diese Forschungsarbeiten können dazu beitragen, im Rahmen von universitären Kooperationsprojekten fundierte Empfehlungen zu erarbeiten, die Aspekte der öffentlichen Gesundheit, der Tiergesundheit und des Tierschutzes berücksichtigen, während gleichzeitig die Spezifika der Homöopathie bewahrt werden.
Die Homöopathie setzt als wertvoller Teil der integrativen Medizin das One-Health-Konzept im medizinischen Bereich in einer Vorreiterrolle bereits um.
►Rahmenprogramm
- Get-together | Donnerstag, 14.05.2026, 17:30-18:30 Uhr | im Foyer | ohne Anmeldung, kostenfrei
- Nachtwächtertour | Donnerstag, 14.05.2026, ab 21:30 Uhr | mit Herrn Falk Otto | ohne Anmeldung – um Spende wird gebeten
- Festlicher Abend mit Buffet | Freitag, 15.05.2026, 19:00-23:00 Uhr | Crêperie Lorette, Bernburger Str. 58 | kostenpflichtige Anmeldung erforderlich
- Individuelle Besichtigung Hahnemann-Haus und Europäische Bibliothek für Homöopathie | Samstag, 16.05.2026, 10:00-11:00 Uhr | Wallstr. 47 bzw. 48 | Eintritt Hahnemann-Haus 2 €













































